Blauer Brief für die Landesregierung!

Osnabrücker Eltern protesteieren gegen die Schulpolitik der Kultusministerin und verurteilen die Abordnungen von Gymnasiallehrern

Der Osnabrücker Schulelternrat hat der Landesregierung einen „Blauen Brief“ ausgestellt und damit seinen Unmut über die aktuelle Situtation an den Schulen geäußert. Insbesondere die Abordnungen von den Gymnasiallehrern an andere Schulformen zum Ausgleich der mangelnden Unterrichtsversorgung stößt auf große Kritik. Die Osnabrücker Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen kann den Elternprotest gut nachvollziehen.

„Ich habe großes Verständnis für den Protest der Eltern und kann diesen nur unterstützen“, so die CDU-Abgeordnete. „Ich habe selber zwei Töchter und kann die Sorgen der Betroffenen daher gut nachvollziehen. Die Abordnung von Lehrkräften steht sinnbildlich für das Versagen dieser Landesregierung. Probleme, wie Lehrermangel, Unterrichtsausfall und die gescheiterte Inklusionspolitik machen deutlich: Rot-Grün kann keine Schule!“

Die CDU-Fraktion hat in der Vergangenheit immer wieder Initiativen zur Sicherung der Unterrichtsversorgung in den Landtag eingebracht.

Hier nur einige Beispiele:

Drucksache 17-450 im August 2013

Titel: „So nicht, Rot-Grün!“ – Arbeit und Engagement der niedersächsischen Lehrkräfte schützen

Forderungen:

  • Aufforderung die falschen Entscheidungen zur Erhöhung der Lehrerarbeitszeit zurück zunehmen
  • Forderung nach einer unabhängigen Erhebung der Arbeitszeit

 

Drucksache 17-1626 Im Juni 2014

Titel: Gute Bildung in allen Regionen Niedersachsens sichern – Grundschulen stärken!

Forderungen:

  • Erhöhung der Besoldung der Grundschulleiter auf mindestens A13
  • Ausbau Schulsozialarbeit
  • Einstellung von zusätzlichem Unterstützungspersonal
  • Entlastung der Schulleitungen

Drucksachse: 17-2683 im Januar 2015 (knapp ein 3/4 Jahr vor der großen Flüchtlingskrise)

Titel: Sprache als Chance für ein neues Leben

Forderungen:

  • die Anzahl der Sprachlernklassen auf 160 in Niedersachsen zu erhöhen
  • die Aus- und Fortbildung im Bereich der Lehrkräfte weiter auszubauen
  • für jede Sprachlernklasse eine pädagogische Mitarbeiterin/einen pädagogischen Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen
  • pro Sprachlernklasse den Schulen ein zusätzliches Budget in Höhe von 5 000 Euro pro Schul-jahr zur Verfügung zu stellen für Dolmetscher, Schulfahrten, Schulmaterial, etc.,
  • ausreichend Förderstunden bereitzustellen um die Schülerinnen und Schüler auch nach der Sprachlernklasse weiter zu fördern.

Weiter hat es unzählige Anträge zum Ausbau der Schulsozialarbeit, der verbesserten Umsetzung der Inklusion und zur Zukunft der Beruflichen Bildung und Sicherung der Unterrichtsversorgung an den Berufsbildenden Schulen gegeben.

Die Vorschläge sind jedoch stets als Oppositionsanträge abgelehnt worden.

„Ich hoffe sehr, dass die Landesregierung die Forderungen der Eltern zur Kenntnis nimmt“, betont Meyer zu Strohen. „Die betroffenen Eltern, Lehrer und Schüler haben etwas besseres verdient. Am 15. Oktober haben die Niedersachsen die Chance, über die Zukunft unseres Landes auch in der Bildungspolitik zu entscheiden.“

Den Blauen Brief des Schulelternrates finden Sie hier