Digitalisierung in der Landwirtschaft fördern

Smart Farming und digitale Stallhaltung sind wesentliche Pfeiler der Zukunftsentwicklung in der Landwirtschaft. GPS-gesteuerte Landmaschinen ermöglichen eine wesentlich ressourcenschonendere Bewirtschaftung von Feldern. Autonom fahrende und arbeitende Maschinen beherrschen zunehmend den Ackerbau und die Feldwirtschaft. Hierzu benötigen sie äußerst präzise Daten. Die Genauigkeit der GPS-Steuerung allein reicht hier nicht aus. Vielmehr wird ein zusätzliches Korrektursignal benötigt: Das sogenannte Real-Time-Kinematic-Korrektursignal, kurz RTK. Fahrzeuge mit automatischer Lenktechnik können so in Echtzeit mit einer Toleranz von weniger als zwei Zentimetern manövrieren. Diese Präzision ist vor allem bei der Düngemittelausbringung, beim Pflanzenschutz oder auch bei der Ernte entscheidend.

Die Regierungskoalition hat deshalb jetzt in der Plenarsitzung einen Antrag eingebracht, dass in Niedersachsen dieses Korrektursignal, das vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung zur Verfügung gestellt wird, zukünftig kosten- und gemeinfrei genutzt werden kann. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, den Agrarstandort Niedersachsen weiter zu stärken.

Koalition stärkt Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer

In Hannover ist gestern der Antrag der Koalitionsfraktionen zum Einbau von Abbiegeassistenten verabschiedet worden. Diese Entscheidung stellt einen wichtigen Schritt hin zu mehr Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern dar.  Wir machen deutlich, dass mittelfristig alle LKW über Abbiege- und andere Assistenzsysteme verfügen sollen. Gerade an unübersichtlichen Kreuzungen kommen Unfälle vor, die vermeidbar sind. Gleichzeitig dürfen wir natürlich nicht vergessen, dass es keine unrealistischen Zeitvorgaben zur Nachrüstung geben darf, da die Umrüstung für unsere Logistiker einen enormen finanziellen Aufwand bedeuten. Aus diesem Grund sollten wir sinnvolle Anreizprogramme schaffen.

Gerade die schwächsten Verkehrsteilnehmer, also Radfahrer und Fußgänger, sind die Leidtragenden, da sie bei Unfällen die größten Verletzungen davontragen. Um diese Personen besser zu schützen, braucht es konkrete Maßnahmen. Hierzu zählen zum Beispiel vorgezogene Haltepunkte oder getrennte Ampelschaltungen. Auch der Ausbau des Mobilfunks kann eine solche Maßnahme sein, indem durch autonomes und vernetztes Fahren weitere Fortschritte in Sachen Verkehrssicherheit erzielt werden.

Wer sich intensiver mit der Thematik auseinandersetzen möchte oder wen es einfach interessiert, was in unserem Antrag steht, kann gerne hier 18-01795 nachlesen.

Keine Kulturwüste in Niedersachsen – Petitionsübergabe vor dem Landtag

Am heutigen Mittwoch hat das Aktionsbündnis #rettedeintheater – Keine Kulturwüste in Niedersachsen!  zu einer festlichen Petitionsübergabe und Kundgebung vor dem Niedersächsischen Landtag eingeladen. Zahlreiche Theaterschaffende aus Niedersachsen haben sich anlässlich der fehlenden Mehrförderung für die kommunalen Theater und Orchester im niedersächsischen Haushaltsentwurf 2019 an diesem Mittwoch versammelt. Die Petition „Keine Kulturwüste in Niedersachsen“ wurde bereits Mitte September ins Leben gerufen und fand in nur wenigen Wochen bundesweit mehr als 10.000 Unterzeichner und Unterzeichnerinnen. Die kommunalen Theater in Niedersachsen, darunter auch das Theater in Osnabrück, sind herausragende kulturelle Einrichtungen. Sie zeigen unsere kulturelle Vielfalt. Mit verschiedenen Projekten, wie den Kooperationen mit den Schulen, leisten die Theater einen wichtigen Beitrag für eine offene und tolerante Gesellschaft. Für ihr exzellentes Angebot benötigen sie finanzielle Unterstützung, nicht nur der jeweiligen Kommune, sondern auch vom Land. Wir haben uns im Koalitionsvertrag dafür ausgesprochen, kommunale Theater zu stärken, die Grundförderung zu erhöhen. Ich habe im Rahmen dieser Aktion, die ich von ganzem Herzen unterstütze, auch mit unserem Geschäftsführer des Osnabrücker Theaters, Herrn Köhn, gesprochen.

Landwirtschaftsausschuss besucht das Bundessortenamt in Hannover

Am Dienstag begrüßte der Präsident des Bundessortenamtes Udo von Kröcher (im Bild ganz rechts) die Mitglieder des Landwirtschaftsausschusses in „seiner“ Behörde in Hannover. Das Bundessortenamt gehört als selbstständige Bundesoberbehörde zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Es ist für die Zulassung und den Sortenschutz von Pflanzensorten und die damit zusammenhängenden Angelegenheiten zuständig. Das Amt prüft auf Antrag der Pflanzenzüchter für jede neue Sorte, ob die Voraussetzungen für die Erteilung des Sortenschutzes oder für die Sortenzulassung erfüllt sind. Weitere Aufgabe des Bundesamtes ist die Mitwirkung an der Weiterentwicklung des sorten- und saatgutrechtlichen Rahmens auf nationaler und internationaler Ebene.