Meisterprämie in Niedersachsen auch nach 2019

Die Landesregierung will die niedersächsische Meisterprämie im Handwerk auch nach 2019 zahlen. Das hat Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann während der gestrigen Plenarsitzung angekündigt: „Die niedersächsische Meisterprämie ist eine echte Erfolgsgeschichte. Bis Mitte Februar wurden rund 2.300 Anträge bewilligt, es gibt ein erhöhtes Interesse und mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Meisterkursen. Das Handwerk lobt die effiziente, unbürokratische und digitale Abwicklung der Meisterprämie und weist darauf hin, dass die Meisterprämie von den Absolventinnen und Absolventen als eine große Wertschätzung wahrgenommen wird. Damit leistet die Meisterprämie schon jetzt einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Handwerk und stärkt den Wirtschaftsstandort Niedersachsen.“
Geplant ist nun, die Richtlinie zu verlängern und die Meisterprämie weiter auszuzahlen, da bisher nicht absehbar ist, dass der Bund das AFBG umfassend reformiert und eine weitgehende Gebührenfreistellung von Lehrgangs- und Prüfungsgebühren für sämtliche Aufstiegsqualifikationen erfolgt. Die Prämie von 4.000 Euro für eine bestandene Meisterprüfung wurde in Niedersachsen im Mai 2018 eingeführt und richtet sich an Absolventinnen und Absolventen, die ab dem 1. September 2017 ihre Meisterprüfung in einem Gewerbe der Anlage A oder B der Handwerksordnung bestanden und ihren Hauptwohnsitz oder Beschäftigungsort seit mindestens sechs Monaten vor der Prüfung in Niedersachsen haben.
„Das Handwerk ist die Wirtschaftsmacht von nebenan, die Zahl der Meisterabsolventinnen und Absolventen im Handwerk ist jedoch seit Jahren rückläufig. Die Meisterausbildung sichert die hochwertige Ausbildungsqualität und die Innovationskraft des Handwerks. Sie steht für exzellentes technisches, praktisches und betriebswirtschaftliches Wissen“, sagt Minister Althusmann. Die Landesregierung setzt sich dafür ein, die Gleichstellung akademischer und beruflicher Bildung auch auf Bundesebene voranzutreiben. Hier hat der Bund die Novelle des AFBG angekündigt. „Diese Novelle werde ich aktiv begleiten, um die berufliche Bildung erfolgreicher aufzustellen und finanzielle Hürden für den beruflichen Aufstieg abzubauen. Dies ist vor allem angesichts des Fachkräftemangels wichtig“, sagt Althusmann.

DIL, TiHo, Hochschule Osnabrück sowie Universitäten Vechta und Osnabrück vereinbaren intensivere Zusammenarbeit

Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) hat eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo), der Hochschule Osnabrück sowie den Universitäten Osnabrück und Vechta vereinbart. Ein entsprechender „Letter of Intent“ (LOI) wurde im Rahmen des Besuchs des Ministers Thümler am DIL in Quakenbrück unterzeichnet. Hintergrund ist ein Kabinettsbeschluss aus dem Jahr 2017, in dem die Landesregierung um eine stärkere Vernetzung zwischen dem DIL und der universitären Forschung und Lehre bittet.
„Als wirtschaftsnahes Forschungsinstitut mit Tätigkeitsschwerpunkten in den Bereichen Lebensmitteltechnologie und -wissenschaft ist das DIL ein attraktiver Kooperationspartner für die niedersächsischen Hochschulen mit entsprechenden Profilschwerpunkten“, sagt Wissenschaftsminister Thümler. „Eine engere Verzahnung dieser wichtigen Schnittstelle mit den Hochschulen stärkt den Wissens- und Technologietransfer und damit die Wettbewerbsposition des Ernährungslandes Niedersachsen.“
Der LOI umfasst die Absicht, einen Masterstudiengang „Food Process and Product Engineering“ zu konzipieren, der als Studiengang der TiHo am Standort Quakenbrück unter Beteiligung des DIL sowie der Hochschule und der Universität Osnabrück betrieben werden soll. Das Studienkonzept soll auf nationale und internationale Studieninteressierte abzielen und Fähigkeiten auf den Gebieten Lebensmitteltechnologie, Naturwissenschaften, Technik und Sozioökonomie vermitteln. Ziel für den Start des neuen Studiengangs ist das Wintersemester 2020/21. Um genauere Erkenntnisse unter anderem über die potenzielle Zielgruppe, den längerfristigen Bedarf an Absolventinnen und Absolventen, erforderliche Professuren und notwendige Ressourcen zu gewinnen, führen die beteiligten Einrichtungen zunächst eine Machbarkeitsstudie durch.

Redebeitrag zum Tagesordnungspunkt 20: „Regionale und direkte Vermarktung unterstützen und fördern“

Gestern habe ich in der abschließenden Beratung des Niedersächsischen Landtages zum Thema regionale Vermarktung gesprochen. Hier ein Auszug meiner Rede, den die Pressestelle des Landtages zusammengestellt hat:

„Hühnermobile, Fleisch- und Milchautomaten: Es gibt viele Beispiele für die erfolgreiche Direktvermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Insbesondere für kleine Betriebe, die unter dem massiven Strukturwandel und Wettbewerbsdruck in der Landwirtschaft leiden, stellt der Verzicht auf Zwischenhändler eine sinnvolle Alternative dar. Auch Verbraucher schätzen regionale Produkte immer mehr, weil sie wissen, woher ihre Lebensmittel stammen. Dass sich der Mut zum Umstieg lohnen kann, zeigen zudem zahlreiche Start-ups aus Niedersachsen. Diese Entwicklung wollen wir unterstützen und fördern, indem wir kleine Betriebe beim Aufbau neuer Vermarktungswege beraten und auch bei Rechtsfragen zur Verfügung stehen. Regionale Direktvermarktung stärkt unsere Regionen und sichert den Erhalt von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum.“

 

Noch mehr gezieltere Informationen für Verbraucherinnen und Verbraucher

Ab sofort erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher unter dem Link www.lebensmittelwarnung.de Informationen über Warnungen zu kosmetischen Mitteln wie Zahnpasta, Cremes oder Shampoo und zu Bedarfsgegenständen wie Spielzeug, Kleidung, Schmuck oder Kochgeschirr. Entsprechende Warnungen werden in dem Portal publiziert, wenn die Produkte beispielsweise mikrobiologische Verunreinigungen enthalten oder Grenzwerte von chemischen Inhaltsstoffen überschreiten und sich daraus eine Gesundheitsgefahr ergibt.

Dazu sagte die Niedersächsische Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast: „Die Stärkung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und der Verbraucherinformation ist ein zentrales Thema in Niedersachsen. In diesem Sinne sind die Neuerungen bei dem gemeinsam von Bund und Ländern betriebenen Portal positiv zu bewerten – sie bedeuten für Verbraucherinnen und Verbraucher noch mehr gezieltere Informationen auf einen Blick.“

Hintergrund:
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) betreibt seit Oktober 2011 im Auftrag der Bundesländer das Internetportal www.lebensmittelwarnung.de . Veröffentlicht werden in der Regel Informationen über freiwillige Produktrückrufe durch Unternehmer sowie Hinweise auf öffentliche Warnungen der für die Kontrolle von Lebensmitteln, kosmetischen Mitteln und Bedarfsgegenständen zuständigen Behörden.

In Niedersachsen ist für die Untersuchung von amtlichen Proben der Lebensmittelüberwachung das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) zuständig.

Über 1,2 Millionen Euro für die Soziokultur in Niedersachsen

 Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur wird der Soziokultur in Niedersachsen eine Förderung von 1,2 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Ich freue mich Ihnen mitzuteilen, dass Osnabrück bei 5 Projekten von der Förderung durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur profitieren wird.

Folgende Projekte werden allein im ersten Halbjahr 2019 in Osnabrück mit insgesamt über 100.000 Euro gefördert: Die Lagerhalle e.V. mit 62.000 Euro, der Kulturverein Petersburg mit 6.600 Euro, das Musiktheater Lupe mit  7.000 Euro, das Piesberger Gesellschaftshaus mit 18.000 Euro, sowie die Figurentheaterinitiative Osnabrück e.V. mit 11.100 Euro.

Mit dieser Förderung wird ein sehr wichtiger Beitrag für unsere lebendige und vielfältige Kulturszene in Osnabrück geleistet. Insbesondere kleine und ehrenamtlich geführte Kultureinrichtungen werden mit der Förderung unterstützt.

Soziokulturelle Einrichtungen können sich um die Förderung aus Landesmitteln der Soziokultur bewerben. Der Stichtag für die zweite Antragsrunde für Projekt- und Strukturförderung bei der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen e.V. ist der 30. April 2019. Die Förderung von Investitionen in 2020 kann bis zum 15. Oktober 2019 beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur beantragt werden.

Weitere Stellen für Schulsozialarbeit in Osnabrück

Die Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen freut sich, dass es mit dem ersten eigenen Haushalt der Großen Koalition nun möglich ist, zusätzliche Stellen für die Schulsozialarbeit zu schaffen. „Damit machen wir deutlich, dass der Weg zur besseren Ausstattung unserer Schulen konsequent weitergegangen wird und unterstreicht auch, dass in allen Teilen Niedersachsens Bedarf an Schulsozialarbeitern besteht“, so Meyer zu Strohen.

Für die Herman-Nohl-Förderschule soll es eine volle Stelle für sozialpädagogische Fachkräfte geben. An der Stüveschule wird eine 75-Prozent-Stelle für Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellt. Die Abgeordnete betont jedoch auch, dass die nun eingeleiteten Maßnahmen nur ein erster Schritt sein können. „Wir beschreiten hier in jedem Fall den richtigen Weg. Jedoch stehen wir noch ganz am Anfang dieses Weges. Die nun zugewiesenen Stellen reichen noch nicht aus, um den Bedarf an sozialer Arbeit in schulischer Verantwortung zu decken“, so Meyer zu Strohen.