4,5 Millionen Euro für Forschung in Geistes- und Sozialwissenschaften

Die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften fördern das Verständnis für die Vergangenheit, schärfen den Blick auf die Gegenwart und setzen Impulse für die Gestaltung moderner Gesellschaften. Mit dem Programm PRO*Niedersachsen fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Projekte in diesen Forschungsfeldern mit insgesamt rund 4,5 Millionen Euro.

Bewilligt wurde unter anderem ein Projekt der Universität Osnabrück zur Erforschung des visuellen Wissens von der Musik zwischen Deutschem Kaiserreich und Zweitem Weltkrieg.

Das Programm PRO*Niedersachsen umfasst drei Förderlinien, in deren Mittelpunkt hochrangige Forschungsvorhaben stehen, die neue Impulse für ihre jeweilige Fachrichtung setzen.

In der Linie „Forschungsprojekte der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften“ (Stichtag 15. Oktober jeden Jahres) werden Projekte gefördert, die Fragestellungen von überregionalem wissenschaftlichem Interesse entwickeln. Für die Linie „Kulturelles Erbe – Objekte und Sammlungen“ (Stichtag 15. Dezember jeden Jahres) können Anträge eingereicht werden, die sich mit der Erschließung von Kulturschätzen in Niedersachsen beschäftigen. Mit der dritten Förderlinie „Wissenschaftliche Veranstaltungen in Niedersachsen“ (Vergabe der Mittel nach dem Windhundprinzip) werden wissenschaftliche Veranstaltungen unterstützt, die die Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, den Austausch von Forschungsergebnissen und die Entwicklung neuer Forschungsperspektiven fördern.

6 Millionen Euro für Geistes- und Kulturwissenschaften im Rahmen der Digitalisierungsoffensive

Die Digitalisierung eröffnet auch den Geistes- und Kulturwissenschaften große Chancen zur Weiterentwicklung. Mit der Ausschreibung „Geistes- und Kulturwissenschaften – digital“ unterstützt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) innovative Projekte zu neuen Forschungsmöglichkeiten, die sich durch den Einsatz digitaler Methoden ergeben und die damit verbundenen Veränderungen durchdenken. Im Zuge dieser Ausschreibung „Geistes- und Kulturwissenschaften – digital“ fördert das MWK 13 Forschungsprojekte niedersächsischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit insgesamt rund 6 Millionen Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung.

„Die Forschungsvorhaben bergen große Potenziale für die Entwicklung neuer wissenschaftlicher Methoden und ganzer Forschungsbereiche“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. „Digitalisierung ist nicht nur eine Frage der technischen Infrastruktur, sie ist vor allem eine Gestaltungsaufgabe für Wissenschaft und Forschung.

Gefördert werden anwendungsorientierte Projekte, die eine enge Zusammenarbeit zwischen den geistes- und kulturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen beinhalten. Die Gesamtförderhöhe pro Projekt liegt bei maximal 500.000 Euro.

2,8 Millionen Euro Fördermittel für Dauerausstellung im Museum am Schölerberg

Das Niedersächsische Umweltministerium stellt im Rahmen der Richtlinie „Landschaftswerte“, eine Fördersumme von mehr als 15 Millionen Euro bereit. Insgesamt werden damit 34 Projekte in Niedersachsen gefördert. 11 Millionen Euro werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vier Millionen Euro aus dem niedersächsischen Landeshaushalt kommen.

Mit der Projektförderung über die Richtlinie „Landschaftswerte“ wurde 2016 begonnen. Mittlerweile wurden 136 Projekte in ganz Niedersachsen mit einer Summe von 36,4 Millionen Euro (davon 27,5 Mio. Euro aus dem EFRE und 8,9 Mio. Euro Landesmittel) bewilligt. 36 Projekte wurden bereits erfolgreich abgeschlossen.

Auch unsere Stadt profitiert von den EFRE Mitteln. In Osnabrück fördert die niedersächsische Landesregierung die Dauerausstellung „Dem Leben auf der Spur im Museum am Schölerberg mit insgesamt 2,8 Millionen Euro. Ich bin sehr froh, dass wir mit der Förderung die hervorragende Arbeit des Museums am Schölerberg erhalten können und zudem das Konzept um den UNESCO Geopark TERRA.vita weiter ausgebaut werden kann.

Heute starten für die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen die Sommerferien. Während dieser Zeit legt auch der Landtag eine Sommerpause ein.
Ab Mitte August geht es dann in die Haushaltsberatungen für 2020.

Ich wünsche Ihnen einen schönen und hoffentlich erholsamen Sommer!

Haushaltsplanentwurf 2020 der Niedersächsischen Landesregierung

Am Wochenende haben die Koalitionsfraktionen und die Landesregierung den Haushaltsentwurf 2020 erarbeitet. Bei einem Gesamtvolumen von rund 34 Milliarden Euro ist es gelungen, ohne neue Schulden in die Zukunft zu investieren. Schwerpunkte des Haushalts 2020 werden die Bereiche Bildung, Wirtschaftsförderung, Pflege, Mobilität, Innovation und Klimaschutz sein. Wesentliche Bestandsteile des Haushaltsplans sind der Ausbau der Landesstraßen und der Radwege, die Stärkung der dualen Ausbildung, die Verstetigung der Förderung kommunaler Theater, die Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Dienstes, die Verbesserung der Digitalisierung in der Landwirtschaft und zusätzliche Ausstattungen bei Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten. Diese umfangreichen Investitionen wurden so geplant, dass gleichzeitig die Schuldenbremse eingehalten wird und keine neuen Schulden gemacht werden.

Details hierzu können Sie der Pressemeldung der Landesregierung vom 01.07.2019 entnehmen:

Politische_Schwerpunkte_des_Haushaltsplanentwurfs_2020_

10 Millionen Euro für das DFKI-Labor Niedersachsen

Das Kuratorium der VolkswagenStiftung hat 118,5 Millionen Euro Fördermittel beschlossen, die an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Niedersachsen gehen. Der Schwerpunkt liegt auf Digitalisierungsprojekten und dem Gewinnen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Niedersachsen.

64,9 Millionen Euro stehen für neue Fördermaßnahmen in der niedersächsischen Wissenschaftslandschaft zur Verfügung – zusätzliche 53,6 Millionen Euro wurden für bereits laufende Projekte bewilligt. Die Vorschläge zur Verwendung der Mittel aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung wurden vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) eingebracht. Minister Björn Thümler sagte: „Digitalisierung ist nicht nur eine Frage der technischen Infrastruktur, sie ist vor allem eine Gestaltungsaufgabe für Wissenschaft und Forschung. Die Erforschung der Digitalisierung und ihrer Auswirkungen sowie die Ausbildung von Fachkräften sind dabei zentrale Aufgaben.

Einrichtung des DFKI-Labors Niedersachsen an den Universitäten Osnabrück und Oldenburg (10 Millionen Euro)

Für das logische Erfassen von physischen oder auch virtuellen Situationen – sei es das Verhalten einer Menschenmenge oder beispielsweise eine wirtschaftliche oder organisatorische Situation – und das Einordnen der aufgenommenen Informationen in einen Kontext, müssen künstliche Intelligenzen (KI) speziell ausgerüstet und programmiert werden. Denn nur so können sie zielgerichtet agieren und für die Nutzer beherrschbar und erklärbar sein. Das so genannte interpretierende Wahrnehmen komplexer Situationen und Umgebungen ist für künstliche Intelligenzen dennoch nach wie vor eines der zentralen Grundlagenprobleme – und wird es voraussichtlich auch noch lange bleiben. Dieser Problemstellung will sich das DFKI-Labor Niedersachsen künftig an zwei Standorten mit jeweils zwei Arbeitsgruppen widmen.