Innovationspreis Niedersachsen: SeedForward erhält Preis in der Kategorie Wirtschaft

Am Dienstagabend wurde in Hannover der Innovationspreis Niedersachsen in den Kategorien Vision, Kooperation und Wirtschaft verliehen. Gesucht wurden Projekte mit bahnbrechenden Ideen oder spektakulären Lösungsansätzen zu aktuellen Themen. In jeder Kategorie waren jeweils drei Projekte nominiert. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und Kulturminister Björn Thümler, sowie die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Innovationsnetzwerks Niedersachsen Hildegard Sander überreichten die begehrten Preise an die drei Sieger, die jeweils 20.000 Euro erhalten.

Unter den drei Nominierten in der Kategorie „Vision“ war ein Osnabrücker Unternehmen. Mit der App „SmartFoodScan“ der mindQ GmbH & Co. KG wird es Verbrauchern ermöglicht, mit dem eigenen Handy selbstständig die Qualität von Nahrungsmitteln zu analysieren.

Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch ein Preisträger aus Osnabrück kommt. In der Kategorie „Wirtschaft“ gewann die Osnabrücker Firma Seed Forward. Ihre Produktgruppe „Freya“ behandelt das Saatgut von Mais, Getreide und Gemüse. Es erhöht die Keimrate, versorgt die anwachsende Pflanze mit den richtigen Nährstoffen und verringert den Wasserbedarf.

Ich freue mich sehr für die Nominierten und Gewinner des Innovationspreises. Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Preis. Seed Forward und auch MindQ zeigen einmal mehr, was für beeindruckende Projekte am Start-up Standort Osnabrück entstehen. Engagierte junge Unternehmer sind ein wichtiges Aushängeschild für unsere Stadt.

Waldsterben

Unsere Wälder sind den stärksten Bedrohungen seit Jahrzehnten ausgesetzt. Sturm, Hitze, Dürre und Käfer schafften 2018 in den Niedersächsischen Landesforsten Freiflächen von rund 4.250 Hektar, was einer Fläche von etwa 6.000 Fußballfeldern entspricht. 2,8 Mio. Festmeter Holz mussten außerplanmäßig geerntet werden. Der unmittelbar folgende Hitze- und Dürresommer 2019 verschärfte die Situation massiv. Das heiße und trockene Wetter begünstigt die Vermehrung des Borkenkäfers. Der akute Wassermangel schädigt die Bäume zusätzlich. Für die Forstwirte führt der hohe Anteil an Schadholz und der durch das Überangebot an Holz sich rasant entwickelnde Preisverfall zu existenzbedrohenden wirtschaftlichen Einbrüchen.

Alldem muss jetzt entschieden entgegengewirkt werden. Zum einen bedarf es akuter Soforthilfen für die Wälder und Waldbesitzer, zum anderen muss den Ursachen des Waldsterbens nachhaltig begegnet werden. Die Unions-Forstminister der Länder fordern in der Moritzburger Erklärung hierzu 800 Mio. Euro für die kommenden vier Jahre. CDU-Bundesministerin Julia Klöckner, die dies genauso sieht, hat daher einen Bedarf von 800 Mio. Euro aus dem Klimaschutzfonds des Bundes für unsere Wälder angemeldet. Vorgesehen sind jährlich 65. Mio. Euro für die Bewältigung aktueller Schäden sowie 100 Mio. Euro für die Anpassung der Wälder an den Klimawandel.

Zu den wichtigsten langfristig wirkenden Maßnahmen zählt das Wiederaufforsten der durch den Sturm Friederike, den Borkenkäfer und die Dürre entstandenen Freiflächen mit einem höheren Laubbaumanteil. Laubbäume wurzeln tiefer und sind deshalb Stürmen und Dürren gegenüber widerstandsfähiger. Gleichwohl wird auch zukünftig Nadelholz benötigt werden, etwa für den Hausbau. Deshalb muss zukünftig verstärkt Mischwald angepflanzt werden. Dieser ist Naturereignissen gegenüber weniger anfällig als Monokulturen. Daneben muss auch die Anpflanzung von hitzeresistenteren, bisher nicht in unserer Region heimischen Baumarten in Betracht gezogen werden. In Niedersachsen werden wir uns als CDU-Fraktion in den Haushaltsberatungen dafür einsetzen, dass das Land seinen Kofinanzierungsanteil zur Sanierung und Aufbereitung der Niedersächsischen Wälder, von rund 12 Mio. € (40%) für die kommenden vier Jahre im Haushalt festschreibt. Es ist unsere heutige Herausforderung die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen, um zukünftig stabile Mischwälder zu haben, die wirtschaftliche Nutzung sowie Klima- und Artenschutz verbinden.

Zu Gast bei einem Weltmarktführer…

Bei einem beeindruckenden Besuch bei der Firma Krone am vergangenen Freitag, haben wir uns über die Herausforderungen der Digitalisierung, der Etablierung neuer Antriebssysteme und der Profilierung des regionalen Wirtschaftsstandortes unterhalten. Wir, die Landtagsabgeordneten der CDU aus Stadt und Landkreis Osnabrück, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim waren mit der „Wachstumsregion Ems-Achse“ zu Gast bei Krone in Spelle und durften die  Maschinenfabrik besichtigen. Der Mittelstand bildet den Kern unserer regionalen Wirtschaftskraft.

Digitalpakt: Unsere Kinder fit machen für die Zukunft

Der Digitalpakt in Niedersachsen geht an den Start. Vor ein paar Monaten haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, die Digitalisierung unserer Schulen voran zu bringen. Nun fließen Bundesmittel in Höhe von 470 Mio. Euro und Landesmittel in Höhe von 52 Mio. Euro nach Niedersachsen. Zunächst erhält jede Schule einen Sockelbetrag von 30.000 Euro. Zusätzlich gibt es dann eine Förderung abhängig von der Schülerzahl (sog. Kopfbetrag). Dieser Betrag kann seit gestern von den Schulträgern beantragt werden. Die Gelder dienen der Verbesserung der IT-Bildungsinfrastruktur. Es geht z.B. darum, die WLAN-Netze in den Schulen zu verbessern, digitale Lernplattformen zu schaffen, interaktive Tafeln zu beschaffen, aber auch digitale Arbeitsplätze, insbesondere in der berufsbezogenen Ausbildung, einzurichten.

Für die öffentlichen und privaten Osnabrücker Schulen stehen insgesamt knapp 11 Mio. Euro zu Verfügung (Sockelbeträge und schülerzahlabhängige Beträge). Wichtig ist dabei, dass die Schulträger die Gelder abrufen. Dank der Förderrichtlinie wissen die Schulen schon jetzt, wie viel Geld ihnen in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen wird. Zudem müssen die Mittel nicht auf einmal abgerufen werden, sondern können bis 2023 auch mehrfach bis zum Erreichen der maximalen Förderhöhe abgerufen werden.

Diese Fördergelder ergänzen hervorragend unseren städtischen Medienentwicklungsplan, der ein Gesamtvolumen von 13,7 Mio. Euro hat. So können wir die Digitalisierung unserer Osnabrücker Schulen weiter voranbringen und unsere Kinder fit für die digitale Zukunft machen.

Sommertour der Abgeordneten

In den Sommerferien haben wir als CDU-Landtagsabgeordnete der Bezirksgruppe Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, einige Unternehmen und Einrichtungen des Handwerks vor Ort besucht. In diesem Jahr stand die Sommertour unter dem Motto „das niedersächsische Handwerk“. An zwei Tagen reisten wir zu insgesamt zehn Besuchsterminen in unserer Region. Wir starteten unsere Tour bei der Firma Weidemark Fleischwaren in Sögel im Wahlkreis meines Kollegen Bernd Busemann. Danach ging es weiter zu Wessels Schiffsbauten nach Haren. Wessels stellt Schiffsausrüstungen, insbesondere Ruderhäuser für die Binnenschifffahrt her und macht den Innenausbau für Kreuzfahrtschiffe. Über 100 Auszubildende hat die Firma in den ebenfalls über 100 Jahren ihres Bestehens bereits qualifiziert. Während unserer dritten Station besuchten wir Klus Bedachungen in Lingen und die Firma Vrielmann in Nordhorn. In Lingen informierten wir uns unter anderem über die Begrünung von Flachdächern. Nach Aussage der Klus-Geschäftsführer ist dies ein wachsender Auftragsmarkt. Weiter ging es zur Firma Richter Möbelwerkstätten in Fürstenau im Wahlkreis meines Kollegen Christian Calderone. Dort werden Inneneinrichtungen für Jachten, Messestände, Geschäftseinrichtungen, Büros, aber auch Möbelstücke für Private gefertigt. Die Firma Richter bietet dabei höchste Qualität für eine internationale Kundschaft.

Den zweiten Tag unserer Tour begannen wir bei der Heilpädagogischen Hilfe in Wallenhorst. Nach einem kurzen Rundgang durch die Werkstatt sowie den schön angelegten Innenhof, führten wir mit dem Prokuristen der Werkstätten Herrn Kempf ein interessantes Gespräch zum Thema Bundesteilhabegesetz. Weiter ging es anschließend nach Osnabrück. Hier besuchten wir das Haus der Innungen der Kreishandwerkerschaft und im Anschluss die Handwerkskammer Osnabrück. Bei beiden Terminen konnten wir sehr konstruktive Gespräche beispielsweise über den Bürokratieabbau, den Fachkräftemangel, die Bildung und Digitalisierung führen.

Zum Abschluss ging es für uns nach Melle in den Wahlkreis meiner Kollegin Gerda Hövel und nach Glandorf in den Wahlkreis von Martin Bäumer. In Melle besuchten wir das Sanitätshaus RAS und in Glandorf das Autohaus Erpenbeck. Bei RAS waren wir besonders von der genauen und anspruchsvollen Fertigung orthopädischer Produkte beeindruckt. Zum Abschluss waren wir dann zu Besuch im Autohaus I. & W. Erpenbeck in Glandorf.

Die Sommertour hat uns allen vielseitige und informative Eindrücke vermittelt. Wir konnten zahlreiche  interessante Betriebe kennenlernen und wichtige Erkenntnisse für unsere politische Arbeit gewinnen. Es ist wichtig, dass wir das Handwerk als starke Säule unserer Gesellschaft unterstützen. Wir werden uns auch zukünftig politisch für unsere Handwerksbetriebe stark machen!