Mit dem Landwirtschaftsausschuss unterwegs zum Thema: Tierwohl

Um uns über das Thema Tierwohl zu informieren, waren wir Mitglieder des Landwirtschaftsausschusses zu Besuch bei der Hofmolkerei Hemme Milch in der Wedemark. Der Familienbetrieb besteht seit über 400 Jahren und produziert täglich über 12.000 Liter Milch. Bei Hemme Milch wird ein regionales Konzept verfolgt, so liegt vom Futteranbau bis zur Auslieferung der eigens hergestellten Produkte wie unter anderem Butter oder Joghurt alles in eigener Hand. Jörgen Hemme zeigte uns bei einem Rundgang seine insgesamt 400 Kühe umfassende Herde. Die Milchrinder sind in großzügigen Freiluft-Stallungen untergebracht und weiden den auf den grünen Wiesen der Wedemark. Die Sauberkeit der Stallungen und Futtereinrichtungen sind neben einem geregelten Tagesablauf sind laut Hemme ein wichtiger Faktor für das Wohl der Tiere. Von der Qualität und Transparenz kann sich auf einer öffentlichen Hofführung jeder selber überzeugen. Jörgen Hemme sieht in naher Zukunft zwar keine Engpässe bei Milchprodukten, wünscht sich vom Bund aber mehr Verlässlichkeit und bessere Rahmenbedingungen für die regionale Produktion in der Landwirtschaft.

 

Ein weiterer Besuch des Landwirtschaftsausschusses des Landtags zum Thema Tierwohl hat uns nach Isernhagen zum Eierhof Gosch geführt. Der kleine Familienbetrieb setzt auf Regionalität. Daher sind die Freiland- und Bio-Eier der über 14000 Hühner entweder direkt auf dem Hof oder in Geschäften in der näheren Umgebung erhältlich. Daneben werden aus den Freilandeiern auch Nudeln und Eierlikör produziert. Gordon Gosch betonte, dass ihnen das Tierwohl sehr wichtig und eine Herzensangelegenheit sei. So biete der neue Stall, in den sie viel Geld investiert haben, den Bio-Hennen noch mehr Auslauf und Abwechslung. Aber auch der Legehennenstall für konventionelle Freilandhaltung bietet den Hühnern viel Platz. Weiterhin wird Futter, unter anderem Weizen aus eigenem Anbau, eingesetzt. Gordon Gosch hob aber auch hervor, dass die Marktsituation für Bio-Eier aufgrund der Inflation und gestiegenen Kosten derzeit nicht so einfach sei.