Landwirte protestieren gegen Wassergesetz

Anette Meyer zu Strohen begrüßt die Osnabrücker Landwirte bei ihrem Protest gegen Wassergesetz

Fast 200 aufgebrachte Landwirte aus ganz Niedersachsen, darunter auch Osnabrücker, haben am Mittwoch (5.04.2017) in Hannover gegen das von der Landesregierung geplante Wassergesetz protestiert. Mitgebracht hatten sie 4.000 schriftlich formulierte Einwände, Entschließungen, Petitionen und Protestschreiben, die dem zuständigen Umweltminister Stefan Wenzel übergeben werden sollten. „Die derzeit geplanten Einschränkungen bei Düngung und Pflanzenschutz gehen weit über das fachlich Notwendige hinaus und werden von unseren Bäuerinnen und Bauern als kalte Enteignung empfunden“, sagte Landvolkpräsident Werner Hilse. Dabei geht es um die im Gesetzesentwurf vorgesehene Schutzstreifen von fünf Metern an Gräben und Bächen, die nicht mehr gedüngt oder gegen Schädlinge geschützt werden dürften. Der Landwirtschaft würden damit rund 80.000 Hektar wertvolles Ackerland entzogen. Dies entspräche der Existenzgrundlage von mehr als 1.000 landwirtschaftlichen Familienbetrieben.

So wie zahlreiche andere Abgeordnete habe auch ich die protestierenden Bauern aus der Region Osnabrück vor dem Landtag begrüßt und mit ihnen diskutiert. Währenddessen ließ sich der Umweltminister auch durch laute Rufe der Demonstranten nicht dazu  bewegen, zu ihnen zu kommen. Stattdessen schickte er seine Staatssekretärin Almut Kottwitz, um die Protestschreiben entgegenzunehmen.

Zusammen mit dem Osnabrücker Landvolk