Mehr Fahrpraxis, weniger Unfälle – Begleitetes Fahren ab 16

Junge Menschen brauchen mehr Fahrpraxis. Nur so wird sich die Zahl der Unfallopfer bei Fahranfängern weiter verringern!

Der Niedersächsische Landtag hat beschlossen, sich auf Bundesebene für die Einführung des begleiteten Fahrens ab 16 Jahren einzusetzen. Der gemeinsame Antrag von CDU und SPD traf auf breite Zustimmung. Sie zeigt, wie wichtig der Schutz der Risikogruppe der Fahranfänger ist. „Um die Zahl der Unfälle gerade bei jungen Menschen weiter zu reduzieren, braucht es Fahrpraxis“, so Frau Meyer zu Strohen. Der Zusammenhang zwischen Fahrpraxis und einer unfallfreieren Fahrweise ist offensichtlich. Das hat bereits der Erfolg des begleiteten Fahrens ab 17 Jahren bewiesen. Leider machen viele Jugendliche den Führerschein trotzdem erst wenige Monate vor ihrem 18. Geburtstag. Für einen spürbaren Sicherheitsgewinn brauchen Fahranfänger etwa 3.000 bis 5.000 Kilometer Fahrleistung.

Es braucht mehr Anreize, um Fahranfänger für das begleitete Fahren zu gewinnen. Neben der Herabsenkung der Altersgrenze von 17 auf 16 Jahren können dazu auch finanzielle Vergünstigungen beitragen, wie einige Versicherungsunternehmen sie bereits anbieten. Es ist nun an der Landesregierung, über die Landesvertretung in Brüssel für eine Zustimmung des Europäischen Parlaments zur Anpassung der Führerscheinrichtlinie zu werben.