Staatliches Baumanagement Niedersachsen startet neues Regionsmodell Nord-West

Mit dem 01.01.2022 geht der Reformprozess der Bauverwaltung einen wichtigen Schritt weiter. Aus den beiden bisherigen Staatlichen Bauämtern Ems-Weser und Osnabrück-Emsland ist das neue Staatliche Baumanagement Region Nord-West hervorgegangen. Dabei wird eine grundlegend neue Organisation eingeführt. „Mit flachen Hierarchien, der Stärkung der Eigenverantwortung und der Konzentration auf die Realisierung der Bauprojekte wollen wir effizienter, aber auch als Arbeitgeber noch attraktiver werden“, erklärte der für das Staatliche Baumanagement zuständige Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers das Ziel des Pilotvorhabens. „Der Reformprozess der Bauverwaltung geht einen wichtigen Schritt weiter, damit Niedersachsen günstiger, schneller und in noch höherer Qualität baut.“

Im Regionsmodell gibt es neben der Regionalleitung mit Sitz in Bad Iburg vier Regionalstellen mit sechs Dienstorten. Die Gesamtverantwortung für die Region liegt in der Hand der Regionalleitung. Sie stellt die Querschnittsaufgaben wie Personal, Haushalt, Vergabe und innerer Dienst bereit. Die vier Regionalstellen können sich ausschließlich auf die Baumaßnahmen konzentrieren und stehen vor Ort im direkten Kontakt mit den Liegenschaften und deren Nutzern. Sie stehen auch in der operativen Verantwortung zur Umsetzung des anstehenden Bauvolumens. Besonders hervorzuheben ist die interdisziplinäre Ausrichtung der Regionalstellen, in denen nun alle Fachingenieurdisziplinen für die Region in kleineren Organisationseinheiten gebündelt und nicht mehr nach Fachbereichen separiert werden.

Mit rund 360 Beschäftigten und einem Bauumsatz von absehbar über 200 Millionen Euro wird das Staatliche Baumanagement Region Nord-West aus dem Kreis der übrigen sechs Bauämter deutlich herausgehoben und mehr als ein Drittel der Gesamtaufgaben des Staatlichen Baumanagements Niedersachsen auf der Ortsebene repräsentieren.

Zu den aktuellen Projekten des Landes zählen unter anderem Neubauten für das Justizzentrum Osnabrück, die Staatsanwaltschaft Aurich, das Finanzamt in Stade und die Landesaufnahmebehörde Bramsche. Im militärischen Bereich stechen vor allem die Großprojekte Erweiterung des Marinestützpunkts Heppenser Groden in Wilhelmshaven, Neugestaltung des Marinearsenals Wilhelmshaven einschließlich Bau eines Trockendocks und der Ausbau des Militärflugplatzes in Wittmund ins Auge. Im zivilen Bundesbau steht neben vielen THW-Baumaßnahmen der Neubau des Bundeswehrsozialwerkes Haus Jade auf Wangerooge an.

„Ich freue mich darauf, mit kurzen Entscheidungswegen und dem Vertrauen in die Beschäftigten unsere anstehenden Bauaufgaben professionell zu bearbeiten“, erklärte die Leiterin der Behörde Cristina von Pozniak-Bierschenk.

Dazu der Präsident der NLBL Gert Leissing: „In dieser Region gibt es einen erheblichen Baubedarf im Landes- und Bundesbereich, der uns als Bauverwaltung in Zeiten des Fachkräftemangels vor große Herausforderungen stellt. Ich bin sicher, dass wir mit dem neuen Staatlichen Baumanagement Region Nord-West effizienter werden und somit viele dieser Aufgaben umsetzen können.“

Quelle: Pressemeldung des Niedersächsischen Finanzministeriums vom 03.01.022