Chancen der Künstlichen Intelligenz entschlossen nutzen

Mein Kollege Burkhard Jasper hat in der Sitzung des Niedersächsischen Landtages am vergangenen Freitag für eine intensive Befassung mit den Chancen der Künstlichen Intelligenz geworben. Auch ich finde dieses Thema enorm wichtig. Im Herbst 2018 ist Niedersachsen in das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz aufgenommen worden. Das spricht eindeutig für unsere Hochschulen und verdient Anerkennung. Diesen Impuls wollen und sollten wir nutzen, um unsere Hochschulen, unsere Forschungseinrichtungen und unsere Wirtschaft so zu stärken, dass sie ihre Vorreiterrolle im Bereich der Künstlichen Intelligenz ausbauen können.

Als Industrie- und Agrarland ist Niedersachsen prädestiniert dafür, von modernen KI-Anwendungen zu profitieren. Hierzu trägt auch eine zielgerichtete Förderung von Big-Data-Initiativen bei. Datenbasierte Start-ups suchen bundes- und europaweit nach geeigneten Standorten. Niedersachsen bietet ihnen bereits heute gute Rahmenbedingungen, die wir mit dem vorliegenden Antrag weiter verbessern wollen. Dies gilt beispielsweise für die Entwicklung moderner Produktionsverfahren ebenso wie für ressourcensparende Smart-Farming-Anwendungen.

Um die gesellschaftliche Akzeptanz für Big Data und Künstliche Intelligenz zu stärken und nachhaltig zu gewährleisten, sind jedoch auch Impulse zur Verbesserung von Datenschutz und Cybersicherheit notwendig. Künstliche Intelligenz und Big Data sind nur dann eine zukunftsfähige Option für Niedersachsen, wenn wir einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten gewährleisten können.

Richtfest und Spatenstich – Stadtentwicklung in Osnabrück

Die Universität und die Hochschule Osnabrück sind Treiber unserer dynamischen Stadtentwicklung. Am Westerberg fand am Montag  das Richtfest für das neue Rechenzentrum der Universität Osnabrück und anschließend der Spatenstich für ein Wohnheim des Studentenwerk Osnabrück statt. Unter den Gästen des Richtfestes waren neben Finanzminister Reinhold Hilbers (2.v.l.), auch Stadtrat und Finanzvorstand der Stadt Osnabrück Thomas Fillep (3.v.l.), sowie der Vizepräsident für Personal und Finanzen der Universität Osnabrück Herr Dr. Hötker (1.v.r.). Natürlich waren auch der Präsident der Universität Herr Prof. Dr. Lücke, wie auch der Oberbürgermeister der Stadt Herr Griesert anwesend.

Neben dem Richtfest lud auch das Studentenwerk zum ersten Spatenstich für ihr neues Projekt ein. Nach einigem Hin und Her steht es nun endlich fest: das StudierQuartier wird gebaut. Es wird ein Wohnheim mit 124 Plätzen werden.

Es sind Einzelappartements und kleine Wohnungen vorgesehen. Mitte 2019 soll es fertig sein. Die Architektin des StudierQuatiers Frau Afra Creutz von „PLan.Concept“ (hier zweite von rechts) erläuterte den Gästen voller Vorfreude ein Bauwerk, das mit ökologischen Baustoffen, dem Passivhausstandard und der auffälligen Keramikfassade einen städtebaulichen Akzent setzen werde.

Auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sprach von einem „architektonischen Highlight“. Björn Thümler, Niedersachsens neuer Minister für Wissenschaft und Kultur, versicherte, dass das Land sich auch weiterhin um „optimale Rahmenbedingungen für Studierende“ kümmern werde.

Das StudierQuartier werde natürlich nicht das generelle Wohnungsproblem in Osnabrück lösen, aber es trage zur Entspannung bei. Universitätspräsident Prof. Dr. Lücke sagte, dass Osnabrück sich glücklich schätzen könne. Mit dem Schloss im Herzen der Stadt und dem Campus auf dem Westerberg hat Osnabrück ein Studienangebot, welches die Studierenden und das städtische Leben verbinde und dem Studienort zusätzliche Attraktivität verleihe.

 

„Wege ins Studium öffnen“ – neun weitere Projekte erhalten Landesförderung – darunter auch Osnabrück

Mehr Chancengleichheit bei der Hochschulbildung – das ist das Ziel des Förderprogramms „Wege ins Studium öffnen“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Im Rahmen des Programms werden Projekte an Universitäten und Fachhochschulen gefördert, die jungen Menschen aus bildungsfernen Schichten den Weg an die Hochschule erleichtern sollen. Für die Jahre 2018 bis 2020 ist nun die Förderentscheidung gefallen: Das Ministerium wird neun Projekte mit insgesamt über drei Millionen Euro unterstützen. Die Mittel stammen aus dem Hochschulpakt. Die Fachhochschule und die Universität Osnabrück sind mit ihrem Projekt : „Mein Weg, mein Studium – Erfolgreiche Wege in und durch das Studium für Menschen mit Migrationshintergrund“ eines dieser Projekte. Beide Hochschulen führen seit 2012 mit großem Erfolg Maßnahmen im Rahmen der Förderprogramme „Wege ins Studium öffnen“ durch. Erstmalig wurde ein Verbundantrag eingereicht, bei dem diese Maßnahmen weitergeführt und auf die Zielgruppe „Studieninteressierte mit Migrationshintergrund“ ausgeweitet werden sollen. Die Begleitforschung und Wirksamkeitsanalysen sollen dabei von der Universität koordiniert werden. Die Fördersumme beläuft sich auf 430.000 EUR.

Eine Vielzahl gesellschaftlicher Gruppen ist an den Hochschulen unterrepräsentiert – die Gründe dafür sind vielfältig. So wird in Deutschland der Bildungsweg beispielsweise noch immer maßgeblich vom Elternhaus geprägt. Von 100 Kindern, bei denen zumindest ein Elternteil studiert hat, studieren 77, hat kein Elternteil studiert sind es nur 23[1].

Seit 2012 ruft das Ministerium die niedersächsischen Hochschulen deshalb auf, sich mit kreativen Ideen an dem Förderprogramm zu beteiligen und auf diesem Weg konkrete Hilfestellung bei der Studienplatzwahl, dem Einstieg ins Studium oder dem Übergang in den Beruf zu leisten. Mit zielgruppenspezifischen Konzepten wenden sich die geförderten Projekte beispielsweise an junge Menschen, die als erste in ihrer Familie studieren, einen Migrationshintergrund haben, geflüchtet oder während ihrer Kindheit auf staatliche Fürsorge angewiesen sind. Als zusätzlicher Schwerpunkt wurde in der aktuellen Förderphase eine wissenschaftliche Begleitforschung in das Programm aufgenommen. Ziel ist es herauszufinden, ob die ergriffenen Maßnahmen die jeweilige Zielgruppe des Projektes erreichen und welche Auswirkungen sie haben.

[1] Quelle: 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt durch das HIS- Institut für Hochschulforschung. BMBF, 2013, S. 113

 

Gespräch beim Institut für Islamische Theologie in Osnabrück

Austausch über die Zukunft der Islamischen Theologie

Beim Institut für Islamische Theologie (IIT) hier in Osnabrück hatte ich die Möglichkeit mich mit meinen Kollegen Burkhard Jasper und Jörg Hillmer, sowie unserem Fraktionsvorsitzenden Björn Thümler mit den Vertretern des Institutes auszutauschen. Neben der Zukunft der islamischen Theologie, war auch die Imam-Ausbildung in Deutschland ein wichtiges Gesprächsthema. „Gespräch beim Institut für Islamische Theologie in Osnabrück“ weiterlesen