Kulturministerium unterstützt vier kulturelle Einrichtungen und Projekte in Osnabrück im ersten Halbjahr 2021

Das Piesberger Gesellschaftshaus, die Lagerhalle Osnabrück, der Verein Exil und die Jugend- und Kinderschutzinitiative Osnabrück (JuKS) werden im Jahr 2021 mit Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert. Für Investions-maßnahmen erhält das Piesberger Gesellschaftshaus über 25.000 Euro und die Lagerhalle kann sich über 100.000 Euro freuen. Das Projekt “Heimat passt in keinen Koffer” des Vereins “Exil” wird mit 5.600 Euro und JuKS für “Spuren” mit 11.800 Euro unterstützt.

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) unterstützt landesweit 62 soziokulturelle Vorhaben in Niedersachsen mit insgesamt ca. 1,05 Millionen Euro. 500.000 Euro werden vom MWK direkt für zehn Investitionsvorhaben vergeben. Weitere rund 544.000 Euro Landesmittel stellt das MWK dem Landesverband Soziokultur Niedersachsen e.V. (LV Soziokultur) für die Förderung soziokultureller Projekte und Strukturmaßnahmen im erste Halbjahr 2021 zur Verfügung.

„Die Soziokultur schafft die Räume für menschliche Begegnungen, die uns derzeit so fehlen“, so der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. „Mit der Förderung dieser Projekte und Investitionen unterstreicht das Land den Willen, auch in schwierigen Zeiten die Kultur in Niedersachsen verlässlich zu unterstützen, um in Zukunft ein vielfältiges Kulturleben zu ermöglichen.“

Der LV Soziokultur fördert mit insgesamt rund 378.000 Euro aus Landesmitteln soziokulturelle Projekte in Niedersachsen. Dem Beirat war es bei seinen Entscheidungen besonders wichtig, Projekte zu unterstützen, die Orte für Begegnung schaffen und mit denen die Regionen belebt werden. Ebenso wichtig war es dem Beirat, Projekte zu fördern, die interkulturelle Themen bearbeiten und solche, mit denen junge Künstler*innen aufgebaut werden.

Dorit Klüver, Geschäftsführerin des LV Soziokultur: „Die 36 geförderten Projekte zeigen ein breites künstlerisches Spektrum. Sie bewegen sich von der theaterpädagogischen Arbeit zu Heimat und Fremde über Podcast-Projekte mit Jugendlichen oder der künstlerischen Auseinandersetzung mit Schützenswertem aller Couleur und generationenübergreifenden Schreibwerkstätten zu den pandemiebedingten Ängsten. Sie alle spiegeln die Vielfalt und den spartenübergreifenden Ansatz von Soziokultur in Niedersachsen. Das Einbinden der Bevölkerung schon bei der Konzeption der Vorhaben ist ein wesentliches Merkmal der geförderten Vorhaben.“

Darüber hinaus profitieren 16 Vereine von einer Strukturförderung in Höhe von insgesamt rund 166.000 Euro. Damit werden sie unter anderem dabei unterstützt, sich personell gut für die Zukunft aufzustellen. Dies war dem Beirat – gerade in dieser für Kulturvereine schwierigen Zeit – ein besonderes Anliegen.

Ministerium fördert Kunsthalle Osnabrück und Kunstverein Hase29

Mit insgesamt 900.000 Euro fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur im kommenden Jahr Ausstellungen und Vermittlungsprogramme von 25 niedersächsischen Kunstvereinen. Kunstvereine spielen eine herausragende Rolle für die Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Dabei reicht der Wirkungsradius der Vereine von der Großstadt bis in den ländlichen Raum. Sie zeigen internationale Positionen auf Augenhöhe mit den Museen, vernetzen die lokale Szene und entwickeln ein breites Angebot im Bereich kultureller Bildung. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben ihre institutionellen Erstausstellungen in Kunstvereinen. Gleichzeitig integrieren die Vereine andere künstlerische Disziplinen, arbeiten mit Schulen zusammen und führen neue Besucherschichten an die Bildende Kunst heran. Eine herausragende Qualität der Kunstvereine ist ihre besondere Nähe zu den Künstlerinnen und Künstlern und der direkte Dialog mit dem Publikum.

Gefördert werden Ausstellungsprogramme, die eine hohe Qualität haben und eine qualifizierte Vermittlung beinhalten. Zu den Förderkriterien gehören insbesondere die Präsentation zeitgenössischer Kunst, die überregionale Bedeutung des Programms, innovative Vermittlungsformate und die Förderung von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern.

In Osnabrück wird die Kunsthalle mit insgesamt 40.000 Euro und die Hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück e.V. mit insgesamt 7.000 Euro gefördert. Dies Zuwendungen unterstreichen die Bedeutung der beiden Osnabrücker Institutionen.

Land fördert die Erwachsenenbildung mit 5,5 Millionen Euro in der Corona-Krise

Nach rund zwei Monaten Pause aufgrund der Corona-Pandemie kann die Erwachsenenbildung auch in Osnabrück schrittweise wieder in den Kursbetrieb einsteigen. Kurzfristig konnten durch vorgezogene Abschlagszahlungen sowie das Kurzarbeitergeld akute Liquiditätsengpässe bereits behoben werden. Zusammen mit meinem CDU-Landtagskollegen Burkhard Jasper freue ich mich, dass mit dem zusätzlichen Schutzschirm für die Erwachsenenbildung das Land eine verbleibende Förderlücke schließt. Das ist eine gute Entscheidung von CDU-Kulturminister Björn Thümler. Einrichtungen wie die VHS, die katholische oder die evangelische Erwachsenenbildung hier in Osnabrück decken ein breites Spektrum von Sprachkursen, Freizeitkursen, Kunst und Handwerk ab. Diese Bildungsangebote sind nicht nur aus Gründen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der intergenerationellen Teilhabe unverzichtbar. Mit insgesamt 5,5 Mio. Euro sollen Einrichtungen unterstützt werden, die Einspar- und alternative Finanzierungsoptionen ausgeschöpft haben und trotzdem in finanzielle Schieflage geraten sind. Die Erfahrungen der vergangenen zwei Monate waren für die Erwachsenenbildung einschneidend. Es bleibt zu hoffen, dass diese Erfahrungen auch in der Erwachsenenbildung als Initialzündung für innovative Ansätze wirken. Mit dem Schutzschirm wird sichergestellt, dass die Einrichtungen hierfür das notwendige Fundament erhalten. Denkbar sind beispielsweise auch neue Angebote, die der demografischen und digitalen Transformation Rechnung tragen.

Abgeordnete der CDU-Fraktion besuchen Digital-Kommissare der Polizei in Osnabrück

Im Rahmen eines Informationsaustausches auf Einladung von Polizeipräsident Michael Maßmann besuchten gestern (03.03.20) die niedersächsischen CDU-Landtagsabgeordneten Sebastian Lechner, Gerda Hövel, Burkhard Jasper, Christian Calderone und Anette Meyer zu Strohen die Kooperative Regionalleitstelle in Osnabrück. Neben dem Alltagsgeschäft in der Leitstelle und den digitalen Herausforderungen der zukünftigen Polizeiarbeit, interessierten sich die Abgeordneten vor allem für den in der Polizei Niedersachsen neu geschaffenen Arbeitsbereich „Sicherheit im Einsatz durch Open Source Intelligence (OSINT) in Einsatzleitstellen“, kurz Sentinel.

Im Beisein von Polizeipräsident Michael Maßmann stellten Polizeirat Phil Havermann, Chef der Einsatzleitstelle für den Bereich Polizei, und Kriminaloberkommissar Jorge Liening-Ewert, Chef von Sentinel), die Arbeit der sogenannten Intel Officer vor. Seit März 2019 informieren in den Leitstellen Osnabrück, Braunschweig und Hannover Digital-Kommissare die Polizeibeamten des Streifendienstes über relevante Echtzeitinformationen aus öffentlich zugänglichen Quellen des Internets und sozialer Netzwerke. Ziel ist es, Erkenntnisse im Zeitraum zwischen dem Notruf und dem Eintreffen des Streifenwagens am Einsatzort an die eingesetzten Beamtinnen und Beamten zu übermitteln. Auf diesem Weg werden potentielle Gefahren frühzeitig erkannt und minimiert. Die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten vor Ort wird dadurch noch effizienter. Osnabrück nahm auf diesem Gebiet durch die Teilnahme an einem bundesweiten Forschungsprojekt der Deutschen Hochschule der Polizei im Jahr 2018 eine Vorreiterrolle in Niedersachsen ein. Die eindrucksvollen Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Projekt führten letztlich zur landesweiten Implementierung von Intel Officer in der Polizei Niedersachsen.

Polizeipräsident Maßmann zeigte sich überzeugt von der zusätzlichen digitalen Kompetenz der Polizei durch die Intel Officer: „Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. Die einsatzbegleitende Recherche im Internet und in den sozialen Netzwerken verbessert den Schutz unserer Einsatzkräfte und der Bevölkerung und ist aus der täglichen Arbeit nicht mehr wegzudenken. Wir werden unseren Weg zur Stärkung der digitalen Kompetenz in der Polizei konsequent fortsetzten.“

Land fördert ÖPNV in Osnabrück mit gut 3 Millionen Euro

„Gut 2.000 zusätzliche Fahrrad-Abstellmöglichkeiten am Osnabrücker Hauptbahnhof, 15 neue Bushaltestellen und 6 neue Busse für Osnabrück. Das ist eine enorme Unterstützung für den Öffentlichen Personennahverkehr vor Ort“, so Anette Meyer zu Strohen MdL.

Quelle: Stadtwerke Osnabrück

Zum Ausbau und zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) beteiligt sich das Land Niedersachsen in diesem Jahr mit rund 95,4 Millionen Euro an insgesamt 328 Projekten.

Osnabrück wird mit fast drei Millionen Euro unterstützt. „Ein starker ÖPNV ist ein entscheidender Faktor für die Mobilität der Zukunft. Die neuen Bike&Ride-Abstellanlagen in der Bahnhofsgarage kommen vor allem den Pendlern zu Gute. Diese können nun viel schneller einen Abstellplatz für ihre Räder finden und der Weg zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird insgesamt attraktiver“, so Meyer zu Strohen.

Neben der Errichtung von Fahrradabstellanlagen fließen die Fördermittel auch in den Neubau von 15 Bushaltestellen und die Beschaffung von sechs neuen Omnibussen: „Mit den Geldern des Landes gelingt es uns, viele Haltestellen im Stadtgebiet zu modernisieren und barrierefrei zu machen. Darüber hinaus sorgen die sechs neuen Busse dafür, die Umrüstung der Stadtwerke auf Elektrobusse voranzutreiben. So gelingt es uns, den ÖPNV moderner, klimafreundlicher sowie zukunftsfähiger zu gestalten und die städtische Luftqualität insgesamt zu verbessern“, so Meyer zu Strohen abschließend.

„Osnabrücker Erklärung“: Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wollen Zusammenarbeit bei Verkehrsprojekten vertiefen

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wollen ihre enge Abstimmung bei gemeinsamen Verkehrsprojekten weiter vertiefen. Aufbauend auf die im Februar geschlossene „Münsteraner Erklärung“, haben Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann und der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst am Montag die „Osnabrücker Erklärung“ unterzeichnet. Schwerpunkt der Erklärung ist die engere Abstimmung bei Straßenverkehrs- und Wasserstraßen-Projekten.

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind eng miteinander verbunden – auch durch viele länderübergreifende Verkehrswege. Zahlreiche Autobahnen, Bundesstraßen, Schienen und Wasserstraßen überqueren die knapp 600 Kilometer lange Grenze zwischen beiden Bundesländern. Ein regelmäßiger Austausch ist damit unerlässlich. Hierdurch werden überfüllte Parkplätze an unseren Landesgrenzen und Lkw-Kolonnenfahrten nach den aufeinanderfolgenden Feiertagen verhindert. Die ohnehin sehr stark befahrenen Grenz-Autobahnen zwischen Niedersachsen und NRW werden nicht noch zusätzlich strapaziert.

Beide Länder einigten sich auf eine Lösung zur Vermeidung wechselseitiger Lkw-Fahrverboten an zwei aufeinanderfolgenden Feiertagen. In Niedersachsen ist der Reformationstag am 31. Oktober ein Feiertag, in Nordrhein-Westfalen Allerheiligen am 1. November. Um zu vermeiden, dass Lkw-Fahrer auf ihrem Weg durch Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen an beiden Tagen von der Feiertagsfahrverboten betroffen sind, werden ab dem kommenden Jahr die Fahrverbotszeiten an beiden Feiertagen auf die Zeit von 6 Uhr bis 22 Uhr beschränkt. Zudem gewähren beide Länder in diesem Zeitraum an dem in ihrem Gebiet jeweils geltenden Feiertag Durchfahrtsrechte auf den wichtigsten Transitverbindungen A 2, A 30, A 31 und A 33.

In der Osnabrücker Erklärung setzen sich beide Bundesländer auch für eine ausreichende Finanzierung für den Betrieb der Bundesstraßen durch den Bund ein. Hintergrund ist, dass auch nach dem Übergang der Verantwortung für die Bundesautobahnen auf den Bund ab 2021 die Bundesstraßen weiterhin durch die Länder geplant, gebaut, erhalten und betrieben werden. Beide Länder fordern, dass Maßnahmen an Bundesstraßen über 2021 hinaus finanziell mit einer Perspektive über mehrere Jahre abgesichert werden.

Weiterer Schwerpunkt der Abstimmungen ist der Ausbau von Radschnellwegen. Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind derzeit die einzigen Bundesländer, in denen es Radschnellwege gibt. Beide Länder beabsichtigen künftig den Bau von weiteren Radschnellwegen und vereinbarten einen Erfahrungsaustausch mit dem Ziel, Bundesmittel für Radschnellwege effizient auszuschöpfen.

Digitalprofessuren für Osnabrück

Tolle Neuigkeiten für Osnabrück: Universität und Hochschule können insgesamt bis zu 11 Digitalprofessuren schaffen.

Die Hochschule Osnabrück wird für ihren Antrag „Applied Sciences go digital – Chancen für digitale Regionen (UAS.digital)“ gefördert werden und die Universität Osnabrück für ihren Antrag „KI Campus Universität Osnabrück: Realisierung der zweiten Ausbaustufe“.

Zunächst können von der Universität jährlich bis zu 1.050.000 Euro und von der Hochschule bis 900.000 Euro an Landesmitteln für die Professuren investiert werden. Zusätzlich stehen temporäre Mittel in Höhe von über 9.300.0000 Euro für weitere Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Infrastruktur zur Verfügung.

Ich freue mich sehr, dass in Osnabrück Digitalprofessuren entstehen können. Um unsere Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu erhalten, sind die Einrichtung dieser Digitalisierungsprofessuren ein bedeutender Faktor. Damit stärken wir sowohl die Forschung als auch die Bereiche Studium und Lehre. Zudem werden durch die Professuren in diesen Bereichen ganz neue Studienangebote entwickeln werden. Das wird sich natürlich auch positiv auf den Fachkräftestandort Niedersachsen auswirken.

Spitzenforschung in Osnabrück

Der Wissenschaftsstandort Osnabrück wird von Bund und Land weiter gefördert: Unsere Hochschule bekommt Millionen vom Bund, um die Digitalisierung der Landwirtschaft zu erforschen. Die Universität erhält vom Land Niedersachsen für die Spitzenforschung in den Bereichen künstliche Intelligenz und zelluläre Nanoanalytik ebenfalls Millionen.

Das Förderpaket der Landesregierung wird insgesamt 36,3 Millionen Euro umfassen. Davon gehen mehr als 1,2 Millionen an das Forschungszentrum Cellnanos der Universität Osnabrück. Die Mittel für die Einrichtung des DFKI-Labors Niedersachsen an den Universitäten Osnabrück und Oldenburg werden um 7,6 Millionen auf 17,6 Millionen Euro erhöht.

Im Cellnanos (Osnabrücker Zentrum für zelluläre Nanoanalytik) erforschen Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen, wie Biomoleküle zusammenarbeiten. Die Ergebnisse sollen helfen, zum Beispiel Krankheiten besser zu verstehen und Heilungsmöglichkeiten zu entwickeln. Das Cellnanos ist ein bundesweit einzigartiges Forschungszentrum.

Darüber hinaus soll Osnabrück auch ein eigenständiger Standort des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) werden. Mit den Mitteln, die nun in den Aufbau des DFKI-Labors Niedersachsen fließen, kommt Osnabrück seinem Ziel einen großen Schritt näher. Die Einrichtung des Labors ist ab 2021 im ehemaligen Ringlokschuppen am Güterbahnhof geplant.

Neben der Universität erhält auch die Hochschule Osnabrück eine Förderung. 3,3 Millionen Euro fließen nach Osnabrück für die Beteiligung der Hochschule am Forschungsprojekt „Experimentierfeld zur digitalen Transformation im landwirtschaftlichen Pflanzenbau (Agro-Nordwest)“. Damit erhält die Hochschule mehr als die Hälfte der Gesamtsumme, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft insgesamt für dieses Vorhaben bereitstellt. Die Osnabrücker Wissenschaftler wollen herausfinden, wie neueste Technologien auf dem Acker, im Keller und im Stall so eingesetzt werden können, dass sie zum einen dem Landwirt die Arbeit erleichtern, und zum anderen das Tierwohl verbessern und auch Umwelt und Klima schützen. Neben der Hochschule sind auch der neu gegründete Osnabrücker Verein Agrotech Valley Forum, die Universität Osnabrück, das DFKI und einige andere an dem Verbundprojekt beteiligt.

100 Jahre Musikpädagogik in Osnabrück

100 Jahre Musikpädagogik in Osnabrück sind Grund zum Feiern. Am Montag fand anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Musikpädagogik in Osnabrück ein Festakt im Friedenssaal unseres historischen Rathauses statt. Hierzu war auch der niedersächsische Minister für Kultur und Wissenschaft Björn Thümler gekommen, der sich bei dieser Gelegenheit in das Goldene Buch der Stadt Osnabrück eintrug.

Der Festakt wurde mit einem Violinkonzert von Johann Sebastian Bach eingeläutet. In den anschließenden Grußworten betonten alle Redner den großen Wert der Musik. Minister Björn Thümler unterstrich die Bedeutung der Musik und verwies auch darauf, dass Kunst und Kultur eine Pflichtaufgabe des Staates um seiner selbst willen seien.

Vor genau 100 Jahren wurde das „Konservatorium Osnabrück“ gegründet. Später entstanden daraus das „Institut für Musik“ der Hochschule Osnabrück, sowie die „Musik- und Kunstschule Osnabrück“. Am „Institut für Musik“ studieren heute mehr als 400 angehende Musiker in den Bereichen Klassik, Jazz, Elementare Musikpädagogik, Musical und Pop. In der „Musik- und Kunstschule“ werden derzeit über 6500 Schüler ausgebildet. Beide Institutionen sind tragende Säulen unserer Osnabrücker Kultur. Das „Institut für Musik“ und die „Musik- und Kunstschule Osnabrück“ bilden eine tolle Symbiose, die beispielgebend den gesellschaftlichen Auftrag der musikalischen Bildung erfüllt und zudem die qualifizierte Ausbildung der künftigen Gestalter des Musiklebens gewährleistet. Dank des Erweiterungsbaus an der Caprivistraße können beide Institute ihre Arbeit bald unter noch besseren Rahmenbedingungen leisten.

Chancen der Künstlichen Intelligenz nutzen und Forschung vernetzen

Die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz (KI) für Forschung und Unternehmen wird immer größer. Daher sprechen wir uns als CDU-Landtagsfraktion einerseits dafür aus, stärker für die Chancen dieser neuen Technologie zu werben und andererseits den Ängsten der Bevölkerung stärker als bislang entgegenzutreten. Für unsere Wirtschaft ist es entscheidend international wettbewerbsfähig zu bleiben. Daher müssen die Unternehmen die Möglichkeiten der KI nutzen. Nur dann werden Arbeitsplätze erhalten und neue entstehen. Gleichwohl müssen wir erklären, dass hinter den Maschinen immer noch Menschen stehen, die ansprechbar sind, die eingreifen und Fehler korrigieren können. Wenn wir die Risiken erkennen und die Vorteile gemeinwohlorientiert nutzen, kann die Künstliche Intelligenz von großem Nutzen für unsere Gesellschaft sein.

Die Initiative der Regierungsfraktionen sieht unter anderem vor, international führende Experten im Rahmen der KI-Strategie des Bundes nach Niedersachsen zu holen, Talente zu entwickeln und hierfür konkurrenzfähige Vergütungs- und Forschungsbedingungen zu schaffen. Darüber hinaus soll die bestehende internationale Zusammenarbeit ausgebaut und die gesellschaftswissenschaftliche Expertise der niedersächsischen Hochschulen genutzt werden. Auch Start-ups, die schon heute vielfach auf KI setzen, sollen profitieren, indem die Bearbeitungszeit für Förderanträge deutlich verkürzt wird.