Totengedenkstätte für Opfer der Corona-Pandemie

In der Ratssitzung am 9. Februar wurde der von der CDU-Fraktion initiierte Antrag, eine zentrale und dezentrale Gedenkstätten für die Corona-Verstorbenen zu errichten, einstimmig beschlossen. Darin heißt es:

„Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften (sowie weiteren gesellschaftlichen Gruppen) einen zentralen Ort in der Osnabrücker Innenstadt und ggfs. weitere dezentrale Möglichkeiten im öffentlichen Raum auszuweisen, auf denen das Gedenken für die Verstorbenen an und mit Corona ermöglicht wird – bspw. auf den Osnabrücker Friedhöfen, städtischen Parkanlagen, Gelände der Kirchen- und Religionsgemeinschaften o.ä.

Über 50.000 Menschen sind an oder mit Corona bereits in Deutschland verstorben. Eine Zahl ohne Gesicht, ohne Namen, ohne Schicksale und Angehörige. Wir wollen diese Schicksale sichtbar machen. Wir verstehen die Gedenkorte als Zeichen des Protests gegen das Virus, aber auch als Symbol der rituellen Trauer. Sie sollen daran erinnern, wie viel bereits erreicht wurde, aber auch welche Aufgaben noch vor uns stehen. Sie sind ein Zeichen der Solidarität, des Vertrauens in die Zukunft, aber auch der Mahnung. Wir sehen in den Gedenkorten ein Signal für die Coronaverstorbenen, sie nicht zu vergessen und für die Angehörigen einen Ort, ihr Schicksal mit anderen zu teilen.

Es bietet sich an, einen zentralen Gedenkort in der Osnabrücker Innenstadt und weitere in den Stadtteilen im öffentlichen, freien Raum zu errichten, um betroffenen und mitfühlenden Osnabrückerinnen und Osnabrückern die Möglichkeit zu geben, den Ort mit Kerzen, Briefen, Bildern und Gegenständen mit emotionaler Bindung zu gestalten.