Die Umsetzung der schulischen Sozialarbeit ist vollkommen ungenügend

Anette Meyer zu Strohen kritisiert die Umsetzung der schulischen Sozialarbeit in Landesverantwortung durch Kultusministerin Heiligenstadt.

„Die Landesregierung hatte angekündigt, die niedersächsischen Schulen flächendeckend mit Schulsozialarbeitern auszustatten. Wenn man sich die derzeitige Situation ansieht, sind wir davon jedoch weiter entfernt als jemals zuvor“, so Anette Meyer zu Strohen.

Die Sozialarbeit an den Schulen in Niedersachsen sollte durch ein neues Landeskonzept gänzlich neu augestaltet werden. Die Änderungen betreffen beispielsweise die Finanzierung und die Anstellungsträgerschaft auf Landesebene.

„Durch das Landeskonzept hat sich die Situation an vielen Schulen jedoch verschlechtert. Es gibt weniger Schulsozialarbeit als zuvor. Unser Befürchtungen haben sich also bestätigt“, stellt die CDU-Frau fest.                    Die Abgeordnete verweist darauf, dass auch die Sozialverbände das neue Landeskonzept zur Schulsozialarbeit heftig kritisieren und auf eine Änderung dieser Politik drängen. So hat sich der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsens in einer Stellungnahme an die Kultusministerin Heiligenstadt und an mehrere Abgeordnete des Landtags gewandt (siehe Anlage).

Darin heißt es unter anderem, dass bereits vorher immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass die Entscheidungen des Landes  nicht dazu führen dürften, dass vorhandene Angebote der Kinder- und Jugendhilfe im Bereich Schule zurückgefahren und gewachsene Strukturen in dem Arbeitsbereich zerstört werden.

Nach Meinung des Verbandes ist jedoch genau dies momentan der Fall. Kommunen ziehen sich demnach aus der Verantwortung zurück und  kündigen gegenüber den Freien Trägern vor Ort an, Förderprojekte auslaufen zu lassen. Dabei verweisen sie darauf, dass die Verantwortung zukünftig beim Land liegt.

„Durch die Politik des Kultusministeriums wird das Ziel einer flächendeckenden und ausreichenden Schulsozialarbeit gänzlich verfehlt. Hier muss dringend nachgesteuert werden, damit es im kommenden Schuljahr nicht zu noch mehr Rückabwicklungen kommt. Ich unterstütze daher die Forderung des Wohlfahrtsverbandes nach einem Gesamtkonzept, das auch die Einbindung Freier Träger mit berücksichtigt“, betont die Abgeordnete.           Wie aus einer Antwort auf eine CDU-Anfrage hervorgeht, verfügten landesweit gerade einmal sieben Förderschulen über schulische Sozialarbeit. Davon keine einzige aus Osnabrück. Gymnasien stelle das Land gar keine Stellen zur Verfügung.

Anfrage der CDU zur Situation der Schulsozialarbeit in Niedersachsen

Stellungnahme des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes