Verfügbare Organe müssen transplantiert werden

Jedes Jahr warten viele tausend Menschen vergeblich auf eine Organspende. Allein 1700 sind es in Niedersachsen. Die Niederscähsische Landesregierung hat auf dieses Problem reagiert und am vergangenen Dienstag einen entsprechenden Gesetzesentwurf abschließend beraten. Es gilt das Thema fehlender Organspenden aktiv anzugehen und dabei kommt den Krankenhäusern eine Schlüsselrolle zu. Zukünftig werden diese verpflichtet, die ständige Verfügbarkeit eines Transplantationsbeauftragten zu gewährleisten. Dieser soll als kompetenter Ansprechpartner sowohl für ärztliches und pflegerisches Personal, als auch für potentielle Spender, potentielle Empfänger und betroffene Angehörige Ansprechpartner sein. Wir sollten darauf hinarbeiten, dass jedes verfügbare Organ auch tatsächlich transplantiert wird.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Entnahmekrankenhäuser den Transplantationsbeauftragten so viel Zeit zur Verfügung stellen, dass sie ihre Aufgaben gewissenhaft und ordnungsgemäß durchführen können. Zudem sollen die entnehmenden Krankenhäuser verpflichtet werden, die Transplantationsbeauftragten frühzeitig in alle Entscheidungen hinsichtlich Organ- und Gewebespenden einzubinden. Dieser Gesetzentwurf ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Einbeziehung von unabhängigen Transplantationsbeauftragten bei allen Fragen der Organ- und Gewebespende in allen Krankenhäusern, beinhaltet die große Chance, dass künftig mehr potentielle Spender gemeldet, und letztlich mehr Organspenden stattfinden können.